Lesetipp: Bunsen-Magazin mit Schwerpunkt Wasserforschung
Wasser besitzt nicht nur einige bekannte Anomalien, sondern steckt noch immer voller Überraschungen. Die erste Ausgabe 2023 des Bunsen-Magazins widmet sich der molekularen Wasserforschung, vom Ozean bis zu Prozessen bei der Elektrolyse. Das Heft präsentiert Beiträge von Forschenden, die im Rahmen einer europäischen Forschungsinitiative im „Centre for Molecular Water Science“ (CMWS) kooperieren. Ein Team am HZB stellt darin Ergebnisse aus der Synchrotronspektroskopie von Wasser vor. Denn an modernen Röntgenquellen lassen sich molekulare und elektronische Prozesse in Wasser im Detail untersuchen.
Mit ihrem Beitrag zu „Lokalen und kollektiven Eigenschaften von Wasser“ zeigen Annette Pietzsch, Robert Seidel und Alexander Föhlisch aus dem HZB, welche Einblicke sich mit Synchrotronspektroskopie an BESSY II gewinnen lassen. So kann Wasser, welches normalerweise ein perfekter Isolator ist, unter bestimmten Bedingungen metallisch werden.
Andere Beiträge erläutern die Herausforderungen beim Entsalzen von Meerwasser, Prozesse bei der Elektrolyse oder Strukturen in Eis auf der Nanoskala.
Diese Einblicke helfen bei der Konzeption noch besserer Klimamodelle, in der Umweltforschung, dem Design von Medikamenten und Impfstoffen, aber auch bei der Entwicklung neuartiger Katalysatoren für grünen Wasserstoff oder anderen wichtigen Technologien.
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Durchbruch: Erster Elektronenstrahl im SEALab bringt Beschleunigerphysik voran
Weltweit zum ersten Mal hat das SEALab-Team am HZB in einem supraleitenden Hochfrequenzbeschleuniger (SRF Photoinjektor) einen Elektronenstrahl aus einer Multi-Alkali-Photokathode (Na-K-Sb) erzeugt und auf relativistische Energien beschleunigt. Dies ist ein echter Durchbruch und eröffnet neue Optionen für die Beschleunigerphysik.
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Optische Innovationen für Solarmodule – Was bringt den Ausbau am meisten voran?
Im Jahr 2023 erzeugten Photovoltaikanlagen weltweit mehr als 5% der elektrischen Energie und die installierte Leistung verdoppelt sich alle zwei bis drei Jahre. Optische Technologien können die Effizienz von Solarmodulen weiter steigern und neue Einsatzbereiche erschließen, etwa in Form von ästhetisch ansprechenden, farbigen Solarmodulen für Fassaden. Nun geben 27 Fachleute einen umfassenden Überblick über den Stand der Forschung und eine Einschätzung, welche Innovationen besonders zielführend sind. Der Bericht, der auch für Entscheidungsträger*innen in der Forschungsförderung interessant ist, wurde von Prof. Christiane Becker und Dr. Klaus Jäger aus dem HZB koordiniert.
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Katalyseforschung mit dem Röntgenmikroskop an BESSY II
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