Helmholtz Energy Materials Characterization Platform (HEMCP)

Helmholtz-Zentren bauen eine virtuelle Plattform für die Charakterisierung von Energie-Materialien auf. Die »Helmholtz Energy Materials Characterization Platform« (HEMCP) bietet Nutzern aus Forschung und Industrie Zugang zu den umfassenden und hoch spezialisierten Geräteparks.

Leistungsfähige Materialien sind entscheidende Komponenten, um die Energieversorgung in Zukunft effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Viele der neuartigen Materialsysteme befinden sich jedoch noch im Stadium der Grundlagenforschung. Um das Innovationstempo zu steigern, bauen nun sieben Helmholtz-Zentren eine virtuelle Plattform auf, in der sie ihre Geräteparks bündeln und koordiniert erweitern: Die Helmholtz Energy Materials Characterization Platform (HEMCP) bietet Nutzern aus Wissenschaft und Industrie Zugang zu einem breit gefächerten Portfolio an Untersuchungsmethoden für »Materialien für die Energietechnik«. Damit können sie die ganze Spannbreite der modernen Charakterisierungsmethoden für die Entwicklung neuartiger Energie-Materialien nutzen. Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert die Plattform mit 39 Millionen Euro.

Das HZB wird am CoreLab EMIL die In-situ-Charakterisierung mit Synchrotronstrahlung anbieten: Während das SISSY-Labor auf die Charakterisierung von Silizium-Strukturen ausgelegt ist, wird nun im Rahmen von HEMCP auch eine Infrastruktur für andere Halbleiterverbindungen und Materialsysteme aufgebaut. »Insbesondere wollen wir hier auch Selenide, Telluride und Oxidverbindungen für solare Brennstoffe und Thermoelektrika untersuchen«, sagt Prof. Dr. Simone Raoux, die das HZB-Institut für Nanospektroskopie leitet. Außerdem soll die neue Infrastruktur die Charakterisierung von Chalkopyrit- und Kesterit-
Schichten sowie von Tandemzellen mit Perowskitschichten ermöglichen. Diese Dünnschichtsysteme sind für Anwendungen in der Photovoltaik interessant.

HEMCP
Rückenwind für die Energie-Material-Forschung: Sieben Helmholtz-Zentren bauen eine gemeinsame Labor-Plattform für die Charakterisierung von Energie-Materialien auf. Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert das Vorhaben mit 39 Millionen Euro. (Grafik: HZB)