Der Lise-Meitner-Campus macht sich bereit für neue Aufgaben in der Energiematerial-Forschung

Die Monate bis zur endgültigen Abschaltung des Forschungsreaktors BER II sind gezählt. Der Aufsichtsrat des HZB hat im Juni 2013 beschlossen, dass der Betrieb der Anlage und damit die Neutronenforschung bis Ende 2019 eingestellt werden. Seitdem befindet sich der Standort im Umbruch – und macht sich bereit für neue Aufgaben. Dafür wird kräftig investiert: Der Campus Wannsee wird derzeit zu einem der weltweit modernsten Standorte für die Energie-Materialforschung ausgebaut.

Wir stellen Ihnen die wichtigsten Vorhaben auf dem Campus Wannsee vor.


Ausbau von Laboren

Illustration: erchinger wurfbaum, architektur I projektsteuerung

Das ehemalige Kesselhaus

X-Ray CoreLab

Eröffnung des CoreLab Correlative Microscopy and Spectroscopy


Gestaltung des Campus Wannsee

Helmholtz Projekt Campus 2030

Der gesamte Lise-Meitner-Campus soll ein modernes Gesicht bekommen. Die Umgestaltung soll nach den Empfehlungen eines von Experten ausgearbeiteten Masterplans erfolgen. Architekten und Planer aus sechs Helmholtz-Zentren haben dabei Ideen für die Entwicklung nachhaltiger Forschungsstandorte zusammengetragen. Ein konkretes Anliegen: Es sollen kommunikationsorientierte, offene Campusstrukturen entstehen, die die Kreativität und das Miteinander fördern.

Der  Masterplan für den Lise-Meitner-Campus ist in mehrere Bauphasen unterteilt: Sie sollen dem Standort über die nächsten zwanzig Jahren eine neue stadtplanerische Ordnung geben. Die Pläne sind bei der Abteilung Kommunikation einzusehen (Kontakt: Silvia Zerbe).

Pforte und Zugang zum LMC

Die ersten Maßnahmen zur Umsetzung des Masterplans werden vorbereitet: Der Eingangsbereich rund um den GE-Parkplatz wird neu gestaltet. Geplant ist ein grüner Platz mit Bänken, der Besucher freundlich empfängt und zum Austausch einlädt. Neue Parkflächen werden östlich des Gästehauses entstehen; dorthin soll auch der Zugang für Fußgänger zum HZB-Gelände verlegt werden. Ziel ist es, den Verkehr auf dem Campus zu reduzieren. Durch die Verlagerung der Parkflächen soll der Standort auch grüner werden.

Abriss von Gebäuden

Auch der Abriss von alten Gebäuden, für die sich die Sanierung nicht mehr rechnet, ist eine wichtige Aufgabe. Das ehemalige Bibliotheksgebäude wurde bereits abgerissen, um Platz für die Umgestaltung des Eingangsbereichs zu machen. Der Abriss des als Provisorium errichteten A-Gebäudes steht unmittelbar bevor. Der Masterplan sieht vor, dass an dieser Stelle in einer späteren Bauphase ein nachhaltiges, modular gebautes Laborgebäude entsteht. Das Konzept dafür hat das HZB im Helmholtz-Projekt Campus 2030 ausgearbeitet.