Voraussetzungen für Tätigkeiten in Kontrollbereichen des HZB

  • Durchführung wissenschaftlicher Experimente in Kontrollbereichen des HZB

  • Tätigkeit als Fremdfirma in Kontrollbereichen des HZB

Wenn Sie als Messgast oder Mitarbeiter einer Fremdfirma in den Kontrollbereichen des HZB tätig werden wollen, benötigt Ihr entsendendes Institut oder Ihre Firma eine behördliche Genehmigung gemäß § 15 der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV), falls diese Tätigkeit mit einer Strahlenbelastung von mehr als 1 mSv pro Kalenderjahr verbunden sein kann. Die Genehmigung ist bei der zuständigen Aufsichts- und Genehmigungsbehörde zu beantragen. Voraussetzung ist, dass ein entsprechend fachkundiger Strahlenschutzbeauftragter bestellt ist.Für jeden betreffenden Mitarbeiter ist ein Strahlenpass zu führen, der behördlich registriert sein muss. Zur Anmeldung müssen Sie diesen Strahlenpass und ein amtliches Albedodosimeter vorlegen. Sie bekommen nach der Unterweisung zusätzlich ein selbst ablesbares, nichtamtliches, elektronisches Dosimeter.

Das oben genannte gilt auch für Studenten und Praktikanten. Ausgenommen sind Teilnehmer der Neutronenstreukurse und Sommerstudenten. Die Teilnehmer an diesen Veranstaltungen erhalten vom HZB amtliche und nicht amtliche Dosimeter. Außerdem ist eine Vordosisbescheinigung (Formular vom HZB) einzusenden. Sollten eigene Dosimeter und Strahlenpässe vorhanden sein, sind diese mitzubringen.

Hinweis: Für die Tätigkeit im HZB reicht die Einstufung als beruflich strahlenexponierte Person der Kategorie B. Eine ärztliche Untersuchung ist nicht erforderlich, es sei denn, sie wird in der Genehmigung gefordert. Ausnahmen sind im Einzelfall vorher mit der Personendosimetrie der Zentralabteilung Strahlenschutz abzusprechen. Ansprechpartner sind Hr. Dr. Waldmann (8062 42960) in dessen Abwesenheit Hr. Dr. Buchert (8062 42217) und für den Campus Wilhelm Conrad Röntgen Hr. Dr. Ott (8062 12988).

Ausländische Messgäste dürfen ohne Genehmigung tätig werden, wenn ihre Strahlenbelastung durch die Tätigkeit auch in Strahlenschutzbereichen anderer Einrichtungen weniger als 1mSv im Kalenderjahr beträgt.

Für das Erteilen von Genehmigungen gemäß § 15 StrlSchV und das Registrieren von Strahlenpässen zuständige Behörden für Berlin und Brandenburg:

 
Land Berlin: Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit (LAGetSi)
Referat ID
Turmstraße 21,
10559 Berlin
Telefon 90254-5829
 
Land Brandenburg: Landesamt für Arbeitsschutz
Regionalbereich West
Dienstort Potsdam
Max-Eyth-Allee 22
14469 Potsdam
Telefon: (0331) 28891-61 (Frau Ryle)
 
Die Behörden anderer Länder bitte selbst erfragen!

Zuständige Strahlenmessstellen bundesweit:

 
Land Berlin: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Strahlenmessstelle
Rubensstraße 111
12157 Berlin
Telefon: (030) 90166-415, 416, 410, 413
Fax: (030) 90166-444
 
Neue Bundesländer: Landesanstalt für Personendosimetrie und Strahlenschutzausbildung (LPS) des Landes Mecklenburg-Vorpommern
Köpenicker Straße 325, Haus 41
12555 Berlin
Telefon: (030) 6576 3126
 
  Hier sind auch Strahlenpässe erhältlich.
 
NRW, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Saarland, Bremen Personendosismessstelle
44285 Dortmund
Telefon: (0231) 4502 517
 

Auszug aus der Strahlenschutzverordnung:

§ 15 - Genehmigungsbedürftige Beschäftigung in fremden Anlagen oder Einrichtungen

(1) Wer in fremden Anlagen oder Einrichtungen unter seiner Aufsicht stehende Personen beschäftigt oder Aufgaben selbst wahrnimmt und dies bei diesen Personen oder bei sich selbst im Kalenderjahr zu einer effektiven Dosis von mehr als 1 Millisievert führen kann, bedarf der Genehmigung.

(2) Bei Beschäftigungen nach Absatz 1 in Anlagen oder Einrichtungen, in denen mit radioaktiven Stoffen umgegangen wird, ist § 9 Abs. 1 Nr. 1 bis 5, bei Beschäftigungen nach Absatz 1 im Zusammenhang mit dem Betrieb von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlen ist § 14 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 entsprechend anzuwenden.

(3) Bei Beschäftigungen nach Absatz 1 ist den Anordnungen des Strahlenschutzverantwortlichen und der Strahlenschutzbeauftragten der Anlage oder Einrichtung, die diese in Erfüllung ihrer Pflichten nach § 33 treffen, Folge zu leisten. Der Inhaber einer Genehmigung nach Absatz 1 hat dafür zu sorgen, dass die unter seiner Aufsicht beschäftigten Personen die Anordnungen der Strahlenschutzverantwortlichen und Strahlenschutzbeauftragten der Anlagen oder Einrichtungen befolgen.

§ 9 - Genehmigungsvoraussetzungen für den Umgang mit radioaktiven Stoffen

(1) Die Genehmigung nach § 7 Abs. 1 ist zu erteilen, wenn

1. keine Tatsachen vorliegen, aus denen sich Bedenken gegen die Zuverlässigkeit des Antragstellers, seines gesetzlichen Vertreters oder, bei juristischen Personen oder nicht rechtsfähigen Personenvereinigungen, der nach Gesetz, Satzung oder Gesellschaftsvertrag zur Vertretung oder Geschäftsführung Berechtigten ergeben, und, falls ein Strahlenschutzbeauftragter nicht notwendig ist, der Antragsteller die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz besitzt,

2. keine Tatsachen vorliegen, aus denen sich Bedenken gegen die Zuverlässigkeit der Strahlenschutzbeauftragten ergeben, und sie die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz besitzen,

3. die für eine sichere Ausführung des Umgangs notwendige Anzahl von Strahlenschutzbeaufragten vorhanden ist und ihnen die für die Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlichen Befugnisse eingeräumt sind,

4. gewährleistet ist, dass die bei dem Umgang sonst tätigen Personen die notwendigen Kenntnisse über die mögliche Strahlengefährdung und die anzuwendenden Schutzmaßnahmen besitzen,

5. gewährleistet ist, dass bei dem Umgang die Ausrüstungen vorhanden und die Maßnahmen getroffen sind, die nach dem Stand von Wissenschaft und Technik erforderlich sind, damit die Schutzvorschriften eingehalten werden.

(§ 14 lautet sinngemäß).