Was leistet BESSY II?

BESSY II

BESSY II Halle innen

BESSY II liefert extrem brillante Synchrotronlichtpulse vom Terahertz-Bereich über das sichtbare Spektrum bis zur harten Röntgenstrahlung, mit einem Schwerpunkt im weichen Röntgenbereich. An den Experimentierplätzen der 50 Strahlrohre (Beamlines) können die Forscher Wellenlänge, Schwingungsrichtung (Polarisation) und Energie der Photonen einstellen und so ihre Proben mit räumlichen Auflösungen bis in den Nanometerbereich (10-9 Meter) untersuchen. Zudem ermöglichen die ultrakurzen Lichtpulse Einblicke in die Dynamik sehr schneller Reaktionen im Femtosekundenbereich (10–15 Sekunden).

BESSY II zieht jährlich rund 2.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland an, die das Großgerät wegen seiner hervorragenden Zuverlässigkeit schätzen. Das Profil von BESSY II wird von diesen Nutzern mitbestimmt. Eine wichtige Rolle nehmen dabei auch institutionelle Nutzer wie die Max-Planck-Gesellschaft, die Bundesanstalt für Materialforschung und kooperierenden Forschergruppen ein. So ist BESSY II aufgrund der Aktivitäten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt das europäische Strahlungsnormal zur Kalibrierung von Lichtquellen und Detektoren.

HZB-Experten entwickeln das Großgerät stetig weiter: Seit Herbst 2012 können in einem so genannten Top-Up-Modus während des laufenden Betriebs etwa alle 30 bis 60 Sekunden Elektronenpakete nachgeschossen werden. Dafür wurde ein neuer Vorbeschleuniger vom Typ LINAC eingebaut. Zusätzlich wird die Strahlführung 150-mal pro Sekunde mit dem Fast-Orbit-Feedback nachkorrigiert. Diese Maßnahmen verbessern die Stabilität der empfindlichen Röntgenoptiken und sorgen dafür, dass den Experimentatoren nun eine nahezu konstante Lichtintensität zur Verfügung steht.