Strahlenschutz bei BESSY II



Die Sicherheit für die Menschen, die am Speicherring arbeiten, steht an höchster Stelle. Die Sicherheitsmaßnahmen sind so ausgelegt, dass der Grenzwert von einem Millisievert pro Jahr eingehalten wird. Dieser Wert entspricht der natürlichen Untergrundstrahlung. Umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen sorgen dafür, dass die Strahlenbelastung in der Experimentierhalle auch im Top-Up-Modus nicht steigt. Außerdem gibt es Sperrbereiche rund um die Auslasssysteme. Die Areale, wo die Strahlrohre aus der Wand kommen, wurden 2011 entsprechend umgebaut.

Nutzer brauchen Strahlenpass

Jeder, der die Halle während des laufenden Betriebs betritt, gilt als beruflich strahlenexponierte Person der Kategorie B. Wissenschaftseinrichtungen oder auch Unternehmen, die am Speicherring Wartungsarbeiten durchführen wollen, müssen künftig folgende Voraussetzungen erfüllen: Sie brauchen eine aktuelle Genehmigung nach Paragraph 15 der Strahlenschutzverordnung, die es erlaubt, ihre Mitarbeiter als beruflich strahlenschutzexponierte Person an externe Institute zu schicken. Es muss mit dem HZB einen Abgrenzungsvertrag abgeschlossen werden. Außerdem benötigt jeder einzelne Nutzer einen gültigen Strahlenpass, der bei der zuständigen Aufsichtsbehörde zu registrieren ist.

Besuche ohne Strahlenpass sind möglich

Während BESSY II in Betrieb ist, dürfen Besucher die Experimentierhalle nicht betreten. Um Interessierten ohne Strahlenpass den Zugang zu ermöglichen, wird der Kontrollbereich (SR-Halle)  an Montagen in ungeraden Kalenderwochen von 8 bis 13 Uhr aufgehoben. Zu dieser Zeit wird die Anlage für Reparatur- und Wartungsarbeiten ausgeschaltet.