Was passiert mit den radioaktiven Abfällen?

Beim HZB-Forschungsreaktor fallen zwei Arten von Abfällen an: die verbrauchten Kernbrennstoffe sowie Materialien, die durch Kontakt mit Neutronen radioaktiviert wurden oder sonstige radioaktive Stoffe enthalten, zum Beispiel Baumaterial, Lösungsmittel, verbrauchte Handschuhe, Experimentierequipment usw.

In dickwandigen Spezialbehältern
sind die Brennelemente für den
Transport sicher verschlossen.

Der Abtransport der verbrauchten Brennelemente erfolgt etwa alle zwei bis drei Jahre in dickwandigen Spezialbehältern, die vor Strahlung schützen und auch möglichen Unfällen standhalten. Bis Mai 2016 verbrauchte Uran-Brennelemente wurden zur Zwischenlagerung und späteren Endlagerung in die USA gebracht. Für die nach Mai 2016 anfallenden verbrauchten Brennelemente besteht ein Entsorgungsvertrag mit dem Zwischenlager Ahaus.

Die sonstigen aktiven Stoffe sind »schwachradioaktiv«, in wenigen Fällen »mittelradioaktiv«. Sie werden für die Endlagerung in Deutschland vorbereitet. Die teils flüssigen, teils festen Abfälle fallen beim Betrieb des Reaktors an. Dazu zählen unter anderem Harze der Wasserreinigungsanlagen und aus dem Experimentierbetrieb stammende Einsätze aus den Strahlrohren. Die Dokumentation des Strahlenschutzes am HZB zeigt, dass die Aktivität dieser Materialien gering ist. Flüssige Abfälle werden mit Beton vermischt verfestigt und wie die festen Abfälle in 200-Liter-Fässern eingeschlossen. Als Deponie ist ein unterirdisches Endlager der Bundesrepublik Deutschland vorgesehen.

Auch andernorts in Berlin, vor allem in Krankenhäusern, fallen radioaktive Abfälle an. Der Beitrag des HZB zur Gesamtmenge Berlins liegt insgesamt bei rund fünf bis zehn Prozent.


Reaktordaten BER II in Zahlen