30.05.2018

Start eines mehrjährigen Genehmigungsverfahrens

Bild: HZB

HZB reicht Absichtserklärung ein, die letzten Brennelemente aus dem Forschungsreaktor BER II in Ahaus zwischenlagern zu wollen.

Der Berliner Experimentierreaktor BER II des Helmholtz-Zentrums Berlin für Materialien und Energie (HZB) wird Ende 2019 stillgelegt. Die derzeit noch für die Erzeugung von Neutronen genutzten Brennelemente sollen nach einer mehrjährigen Abklingzeit im HZB in das Zwischenlager Ahaus gebracht und dort zwischengelagert werden. Die Einlagerung in das Zwischenlager bedarf einer behördlichen Genehmigung durch das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE). Das HZB reicht jetzt eine Absichtserklärung ein, um den mehrjährigen Genehmigungsprozess zu starten. Mit einem Transport der Brennelemente nach Ahaus ist nicht vor 2023 zu rechnen.

Der BER II dient der Erzeugung von Neutronen, also Bestandteilen von Atomkernen, mit denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt am HZB Materialforschung betreiben. Erzeugt werden die Neutronen im BER II mit Hilfe der Kernspaltung in Brennelementen aus niedrig angereichertem Uran. Bis Ende 2019 werden der Forschung auf diese Weise noch Neutronen zur Verfügung gestellt. Dann schaltet das HZB den BER II endgültig ab. Die Brennelemente müssen anschließend mehrere Jahre im HZB abklingen. Anschließend sollen sie planmäßig in das Zwischenlager Ahaus transportiert werden: Das HZB hat seit längerem eine vertraglich geregelte Option für die Zwischenlagerung seiner Brennelemente in Ahaus.

Damit die Brennelemente tatsächlich ab 2023 in Ahaus zwischengelagert werden können, sind umfangreiche Genehmigungsverfahren erforderlich. Das HZB bekundet deshalb jetzt gegenüber dem Betreiber des Zwischenlagers Ahaus, der Gesellschaft für Zwischenlagerung BGZ, schriftlich seine Absicht, Brennelemente nach Ahaus bringen zu wollen. Die BGZ wird nach Erhalt der Absichtserklärung die eigentlichen Genehmigungsanträge beim Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit, BfE, stellen.

„Wir gehen davon aus, dass das Genehmigungsverfahren mehrere Jahre in Anspruch nimmt“, sagt Dr. Stephan Welzel, Reaktorleiter am HZB und Projektleiter für den Rückbau des BER II. „Damit es beim Rückbau des BER II – den wir anstreben – nicht zu Verzögerungen kommt, ist es notwendig, schon jetzt das Verfahren anzuschieben.“

HS


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