03.11.2016

Kathrin Aziz-Lange ist Professorin an der Universität Bielefeld

Kathrin Aziz-Lange im Elektronenspeicherring BESSY II. Foto: HZB/A. Kubatzki

Seit 1. November 2016 ist Kathrin Aziz-Lange Junior-Professorin an der Fakultät für Chemie der Universität Bielefeld. Die Physikerin leitet seit Januar 2016 eine Helmholtz-Nachwuchsgruppe am Helmholtz-Zentrum Berlin. Mit ihrem Team erforscht sie Defekte in Materialsystemen für die solare Brennstofferzeugung und nutzt dafür die vielfältigen Operando-Charakterisierungsmöglichkeiten der Synchrotronquelle BESSY II.

„Ich freue mich, bei der Ausbildung der Studierenden an der Universität Bielefeld mitzuwirken und auf das anregende akademische Umfeld, das mich jetzt schon bei meiner Arbeit inspiriert“, sagt Kathrin Aziz-Lange. Gleichzeitig wird sie weiterhin als Nachwuchsgruppenleiterin am HZB forschen.

Die Physikerin beschäftigt sich am HZB mit der Rolle von Fehlstellen in der Struktur neuartiger Materialsysteme. Diese können sowohl zu gewünschten als auch zu unerwünschten Eigenschaften führen. Sie will deshalb die Entstehung von Fehlstellen in Katalysatoren und lichtabsorbierenden Materialien beobachten und untersucht „in operando“, wie sich Fehlstellen im Kontakt mit Elektrolyt-Flüssigkeiten, unter elektrischer Spannung und bei Bestrahlung mit Licht verhalten. Kathrin Aziz-Lange nutzt und entwickelt verschiedene spektroskopische Methoden an der Synchrotronquelle BESSY II weiter, um ein besseres Verständnis der Funktionszusammenhänge beim Ladungstransport in diesen Materialien zu erhalten. Dies ist nötig, um Fehlstellen in den Materialien gezielt einzusetzen und die Effizienz der Systeme bei der solaren Wasserspaltung zu erhöhen.

Portrait über Kathrin Aziz-Lange

In der Mitarbeiterzeitung „lichtblick“ haben wir Kathrin Aziz-Lange und ihre Arbeit vorgestellt. Hier können Sie das Portrait nachlesen.

Förderinstrument: Helmholtz-Nachwuchsgruppen

Das Förderprogramm für die Helmholtz-Nachwuchsgruppen richtet sich an hoch qualifizierte Nachwuchskräfte, deren Promotion zwei bis sechs Jahre zurückliegt. Das Programm soll die Vernetzung von Helmholtz-Zentren und Universitäten fördern und attraktive Perspektiven für Nachwuchskräfte eröffnen. Die Kosten werden je zur Hälfte aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds des Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft und den Helmholtz-Zentren gedeckt. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

(sz)