05.10.2016

Diana Quintero Castro wird Professorin an der Universität Stavanger in Norwegen

Diana Quintero Castro wird Professorin an der technisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Stavanger. Am HZB erforscht die Physikerin magnetische Materialien und betreut an der Neutronenquelle BER II das Dreiachsen-Spektrometer FLEXX. Nach ihrem Wechsel nach Norwegen wird sie weiterhin mit Neutronenstreuung an verschiedenen europäischen Neutronenquellen arbeiten. Frau Quintero Castro hat den Ruf angenommen und wird das HZB Ende Dezember 2016 verlassen.

Diana Quintero Castro interessiert sich bei ihrer Forschung besonders für die Physik von hochfrustrierten magnetischen Materialsystemen. Diese Materialien haben sehr interessante Eigenschaften, die zukünftig zu neuen Anwendungen in der energieeffizienten Informationsverarbeitung führen könnten. Doch dafür muss das ungewöhnliche Verhalten der Materialien noch besser verstanden werden. Am HZB präpariert Diana Quintero Castro Proben von diesen Materialien und untersucht ihre magnetische Struktur und Dynamik mit Hilfe der Neutronen- und Röntgenstrahlung.

„An der Universität Stavanger werde ich weiterhin an magnetischen Materialien arbeiten und Neutronenstreuung nutzen. Dabei kann ich viele Erfahrungen einbringen, die ich während meiner neun Jahre am HZB erworben habe. Natürlich bin ich auch offen für die Interessen der norwegischen Forschungsgemeinschaft und werde die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützen, die mit Neutronen arbeiten wollen. In den skandinavischen Ländern gibt es gerade eine große Begeisterung für die Europäische Neutronenspallationsquelle ESS, die derzeit in Lund in Schweden aufgebaut wird“, sagt Diana Quinero Castro.

Zur Person
Diana Quinero Castro studierte Physik an der National University of Colombia und der University of Antioquia, Colombia. 2007 kam sie als Doktorandin zu Prof. Dr. Bella Lake an das HZB und erforschte Quantenmagnete mit Neutronenstreuung. 2011 wurde sie an der Technischen Universität Berlin promoviert. Anschließend arbeitete die Wissenschaftlerin weiter am HZB, unter anderem als Instrumentenbetreuerin des FLEXX.