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Transparente Photovoltaik-Schichten liefern Strom für Displays (Januar 2017)

Sunpartner Technologies und Helmholtz-Zentrum Berlin unterzeichnen Lizenzvereinbarung

Das französische Unternehmen Sunpartner Technologies hat eine Lizenzvereinbarung mit dem HZB unterzeichnet, um die Expertise des HZB-Instituts PVcomB (Kompetenzzentrum Photovoltaik Berlin) für die Produktion von speziellen Wysips®-Beschichtungen zu nutzen. Wysips® steht für „What you see is photovoltaic surface“. Im Prinzip handelt es sich um transparente ultradünne Solarzellschichten, die auf Displays von Smartphones, Uhren oder auch auf Fenstern aufgetragen werden und zur Stromversorgung der Geräte beitragen. Sunpartner Technologies hat diese spezielle Beschichtungstechnologie entwickelt.  

Das HZB-Institut PVcomB ist daran beteiligt, ein spezielles, photovoltaisches Material zu entwickeln, das mit anderen Komponenten der Wysips®-Technologie kompatibel ist. Sunpartner Technologies plant nun die Massenproduktion der Display-Beschichtungen.

“Unsere Partner am HZB haben unser Anliegen verstanden und uns bereits in den letzten Jahren mit ihrer Expertise und ihren technischen Möglichkeiten im Bereich der Dünnschichtphotovoltaik unterstützt. Diese Vereinbarung ist ein neuer Schritt, den wir gemeinsam gehen, um die Wysips® Lösungen auf den Markt zu bringen”, sagt Franck Aveline, Vizepräsident Consumer Product Line bei Sunpartner Technologies.

Bernd Stannowski, Projektleiter am PVcomB, fügt an: „In den letzten fünf Jahren haben wir hocheffiziente Dünnschicht-Silizium-Solarzell-Technologien entwickelt. Mit Sunpartner haben wir nun einen idealen Partner in der Industrie gefunden, der unsere Erkenntnisse aus der Forschung zur weiteren Produktentwicklung nutzt”


Über Sunpartner Technologies:

Sunpartner Technologies entwickelt und implementiert transparente photovoltaische Beschichtungen für Unterhaltungselektronik, Kommunikationstechnik und vernetzte Geräte. Die von Sunpartner entwickelte Wysips® Technologie wandelt Sonnenlicht in elektrische Energie um, so dass weniger bis gar keine anderen Energiequellen benötigt werden, um die Geräte zu versorgen. Sunpartner Technologies wurde 2008 in Rousset, Frankreich, gegründet und hat inzwischen 65 Mitarbeiter.

Mehr zu diesen transparenten Solarmodulen im aktuellen Highlightbericht 2015 des HZB, Seite 25.


PVcomB Los2

Am Kompetenz-Zentrum Photovoltaik soll mit den Fördergeldern ein Verdampfungsprozess optimiert werden, damit sich CIGS-Module schneller industriell fertigen lassen. Foto: HZB

Die Herstellung von CIGS-Solarzellen beschleunigen

Bundeswirtschaftsministerium fördert Projekt "speedCIGS" mit 4,7 Millionen Euro

Ein Projektkonsortium aus Forschung und Industrie hat unter Beteiligung des Photovoltaik-Kompetenzzentrums (PVcomB) des Helmholtz-Zentrums Berlin ein großes Drittmittelprojekt eingeworben. Das Projekt „speedCIGS“ wird vom Bundeswirtschaftsministerium mit 4,7 Millionen Euro über vier Jahre gefördert, davon gehen 1,7 Millionen Euro an das HZB. Mit dem Geld wollen die Projektpartner den Herstellungsprozess für CIGS-Dünnschichtsolarzellen beschleunigen und die Technologie attraktiver für die Industrie machen.

Das Projekt speedCIGS wird in Zusammenarbeit mit dem Anlagenbauer Manz AG, dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden Württemberg ZSW, den Universitäten Jena und Paderborn, dem Max Planck Institut Dresden und der Wilhelm Büchner Hochschule (Projektkoordinator) realisiert.

CIGS-Solarzellen bestehen aus Kupfer, Indium, Gallium und Selen. Mit der Förderung soll am PVcomB ein Koverdampfungsprozess optimiert werden, um CIGS-Schichten für Dünnschichtsolarzellen herzustellen. Die Elemente werden bei diesem Prozess gemeinsam im Vakuum auf ein geheiztes Substrat abgeschieden und bilden dort eine dünne Schicht der gewünschten Verbindung. Der am PVcomB verwendete Herstellungsprozess wird bereits in der Industrie eingesetzt, aber er läuft derzeit noch relativ langsam ab. Im speedCIGS-Projekt soll dieser Prozess beschleunigt werden, damit bei gleichen Investitionskosten mehr Module pro Zeiteinheit produziert werden können. Dadurch könnte die Herstellung von CIGS-Solarmodulen deutlich günstiger werden, was der Technologie in der angespannten Marktlage einen Wettbewerbsvorteil verschaffen würde.

Am PVcomB soll zudem ein transparentes p-leitendes Material entwickelt werden, das einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung von hocheffizienten, auf CIGS-basierenden Tandemsolarzellen leisten soll.

Bereits heute zeichnen sich polykristalline CIGS-Solarzellen insbesondere durch einen hohen Wirkungsgrad und hohe Energieerträge aus. Ein weiterer Vorteil ist das ästhetisch ansprechende Erscheinungsbild der Module, die sich gut in die Gebäudearchitektur integrieren lassen.

BIPV Fassade Manz

Die CIGS-Dünnschichtphotovoltaik lässt sich gut in Gebäudefassaden integrieren. Foto: Manz AG


IW-CIGSTech7 - HZB und ZSW organisieren CIGS Workshop in München (Juni 2016)

Der "7. International Workshop on CIGS solar cell technology (IW-CIGSTech7)" findet dieses Mal als ein Parallelevent der EUPVSEC 2016 in München statt. Zusammen mit dem ZSW organisiert das HZB den diesjährigen Workshop am 23.6.2016. Der Workshop fokussiert sich auf CIGS Solarzellentechnologien und verbindet Wissenschaft und technologische Aspekte mit der industriellen Fertigung. Der Workshop besteht aus eingeladenen Vorträgen, Diskussionen und Posterpräsentationen. Als offizielle Parallelveranstaltung zur EUPVSEC in München und gleichzeitig mit der Intersolar Europe können alle Teilnehmer der EUPVSEC kostenlos teilnehmen. Weitere Informationen zum Programm und zur Registrierung finden Sie hier.



CIGS RTP system (SO)

Dr. Sebastian Schmidt, Projektleiter ACCESS-CIGS.

ACCESS-CIGS - Fördermittel zur Optimierung der CIGS Herstellungsprozesse (Mai 2016)

Das PVcomB hat ein großes Projekt eingeworben, um mit Partnern aus Deutschland und den Niederlanden den Herstellungsprozess für CIGS-Dünnschichtsolarzellen weiter zu optimieren. Der vakuumfreie Prozess kommt ohne giftige Gase aus und wird günstiger. Das Projekt läuft unter dem Akronym ACCESS-CIGS, das für „Atmospheric Cost Competitive Elemental Sulpho-Selenisation for CIGS” steht.

Am Photovoltaik-Kompetenzzentrum (PVcomB) des HZB, in Adlershof entwickeln Expertinnen und Experten einen innovativen Prozess, um CIGS-Schichten für die Anwendung in Dünnschicht-Solarzellen herzustellen. CIGS steht dabei für die Verbindung Cu(In,Ga)(Se,S)2 aus Kupfer, Indium, Gallium, Selen und Schwefel. Die polykristalline CIGS Solarzellentechnologie zeichnet sich insbesondere durch hohe Effizienzen auf Zellniveau und hohe Energieerträge für Solarmodule aus.

Der am PVcomB verfolgte Prozess benötigt kein Vakuum und verwendet elementares Selen und Schwefel, um die metallische Vorläuferschicht aus Kupfer-Indium-Gallium in eine polykristalline CIGS-Halbleiterschicht umzuwandeln. Dies hat den Vorteil, dass der Prozess ohne den Einsatz von giftigen Gasen wie Selenwasserstoff (H2Se) auskommt und somit Produktionskosten spart. Dadurch könnte die Herstellung von CIGS-Solarmodulen deutlich günstiger werden und so die Technologie in der derzeit angespannten Marktlage unterstützen.

Dem PVcomB ist es gelungen, innerhalb der SOLAR-ERA.NET Initiative Fördermittel in Höhe von 800.000 € einzuwerben. Im Rahmen eines binationalen europäischen Konsortiums werden sie damit in den nächsten zwei Jahren technologieorientiert daran arbeiten, die Selenversorgung zu optimieren und ihren Einfluss auf den Kristallisationsprozess zu verbessern.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit den Firmen TNO/Solliance und Smit Thermal Solutions, beide ansässig in Eindhoven in den Niederlanden, und mit der Firma Dr. Eberl MBE Komponenten aus Weil der Stadt auf deutscher Seite, durchgeführt.


Warum sich eine Investition in CIGS-Dünnschicht-Photovoltaik lohnt (Dezember 2015)

Industrie und Forschungsinstitute veröffentlichen “White Paper for CIGS Thin-Film Solar Cell Technology”

Die Investition in eine Solarstromanlage lohnt sich für den Hausbesitzer auch heute noch. Welche Vorteile aber Unternehmer, Banken und Investoren haben, die sich für die besonders effiziente CIGS-Dünnschicht-Technologie entscheiden, beschreibt das neue White Paper for CIGS Thin-Film Solar Cell Technology. 30 namhafte, internationale CIGS-Experten aus Industrie und Forschung, unter ihnen Rutger Schlatmann, Martha Lux-Steiner und Hans-Werner Schock vom HZB, senden eine klare Botschaft: „The time to invest is now!“

Hohe Effizienzwerte (22,3 % bei einer Laborzelle, 16,5 % beim Modul), hohe Erträge auch unter Schwachlichtbedingungen und niedrige Stromkosten sind die wichtigsten Alleinstellungsmerkmale der speziellen Solarmodule, deren lichtumwandelnde „CIGS“-Absorberschicht aus den Elementen Kupfer (Cu), Indium (In), Gallium (Ga) und Selen (Se) oder Schwefel (S) besteht. Für die nahe Zukunft werden weitere Entwicklungsfortschritte hin zu noch höheren Wirkungsgraden und weiterer Kostensenkung erwartet. Die CIGS-Experten betonen außerdem die Nachhaltigkeit der vielseitig einsetzbaren Produkte durch den geringen Energie- und Materialverbrauch bei ihrer Herstellung und die damit verbundenen kurzen Energierückzahlzeiten.

Mehr Informationen und das White Paper zum Download stehen unter www.cigs-pv.net zum Download zur Verfügung.


Die Verleihung der PVSEC-25 Paper Awards. Links: Jan-Peter Bäcker und Dritter von rechts: Marc Daniel Heinemann.

Doppelter PAPER AWARD auf der PVSEC-25 (November 2015)

Zwei PVcomB-Beiträge auf der PVSEC-25 in Busan, Korea ausgezeichnet

Gleich zwei Beiträge des HZB wurden auf der 25th International Photovoltaic Science & Engineering Conference ausgezeichnet. Die beiden Präsentationen von Jan-Peter Bäcker und seinen Koautoren und von Marc Daniel Heinemann und Koautoren wurden für ihre exzellenten Beiträge im Bereich der CIGS Solarzellenforschung mit dem PVSEC-25 Paper Award geehrt.

Jan-Peter Bäcker und seine Koautoren präsentierten Ihre Arbeiten zur Phasenseparation in Cu-In-Ga Vorläuferschichten für sequentiell hergestellte CIGS Solarzellen.

"Phase separation and coarsening in Cu-In-Ga precursor thin films for sequentially processed Cu(In,Ga)Se2 solar cells"

J.P. Bäcker1, S.S. Schmidt1, M. Hartig3, C.A. Kaufmann1, R. Mainz2, H. Rodriguez-Alvarez1, C. Wolf1, R. Schlatmann1,

1 PVcomB / Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH, Berlin, Germany
2 HZB für Materialien und Energie, Hahn Meitner Platz 1, D-14019 Berlin, Germany
3 PVcomB / Technische Universität, Straße des 17. Juni 135, D-10623 Berlin, Germany

Abstract
"Obtaining smooth and homogenous Cu(In,Ga)Se2 films by fast selenization of metallic precursors is a major challenge. Separation and coarsening of metallic phases in Cu-In-Ga precursor films can lead to solar cells with low shunt resistance due to pinhole formation, and to reduced open circuit voltages due to locally varying Ga content and compositional depth-profiles. The scale of this phase separation depends on the initial precursor microstructure, the heating rates, the temperature and the chalcogenization procedure. The processing is assisted by a liquid phase, as expected from the calculated phase diagram of the Cu-In-Ga system. Due to its complexity, this aspect has been neglected in the past and most studies are limited to the mere observation of morphologies before and after the chalcogenization process. In this study we attempt to establish a better understanding of the film, before and during the RTP process of sputtered Cu-Ga-In metallic precursor as used for sequential high efficiency solar cell fabrication. For this we measure the roughness with atomic force microscopy and the Ga spatial distribution by energy dispersive X-ray spectroscopy. We study eight different metallic precursor stacks including the influence of different sodium sources / layers. The range of parameters consists of heating to 170 °C, 350 °C and 580 °C, at rates between 0.01 K/s and 10 K/s. This covers the experimental window relevant for selenizations in H2Se atmosphere and for rapid selenizations in elemental Se-vapor. Based on this comprehensive data we propose optimized precursor stacks and heating profiles for pre-heating treatments before the chalcogenization takes place. The main objective is to homogenize and alloy the Cu-poor Cu-In-Ga metallic precursor without significant phase separation or increase in roughness.
Finally, we present a statistical analysis of the effect of our optimized and multilayered precursor layers on the fill factor of the solar cells prepared in our atmospheric-pressure in-line and fast selenization baseline that has led to power conversion efficiencies of up to 15.5 %."

Marc Daniel Heinemann und seine Koautoren präsentierten Ihre Arbeiten zu CIGS Solarzellen in superstrate-Konfiguration.

"Revival of CIGSe Superstrate Solar Cells?"

M.D. Heinemann1, J. Berry4,  D. Greiner1, M. Wollgarten2, T. Unold3, R. Klenk1, H.-W. Schock1, D. Ginley4, R. Schlatmann1, C. A. Kaufmann1,

1 PVcomB / Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH, Berlin, Germany
2 EE-IN / Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie, Hahn-Meitner-Platz, 14109 Berlin, Germany
3 EE-AKV / Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie, Hahn-Meitner-Platz, 14109 Berlin, Germany
4 National Renewable Energy Laboratory, Golden, Colorado 80401

Abstract
"CIGSe solar cells in superstrate configuration give the promise to achieve an improved light yield and higher stability compared to substrate devices, but they haven’t delivered comparable power conversion efficiencies yet. Chemical reactions between the CIGSe and the buffer layer were shown in the past to deteriorate the p/n-junction, which leads to the lower efficiencies compared to the substrate-type device. However existing studies on the interface between CIGSe and Oxides have failed to develop an understanding of the correlation between the interface properties with the device properties. In this work interface analysis by TEM and XPS, combined with device analysis by numerical simulations were used to establish this correlation for CIGSe co-evaporated onto ZnO. The obtained results were used to find solutions to overcome the limitations, which were induced by the Na and Cu diffusion into the oxide materials.
To find suitable oxide buffer layer, a combinatorial material deposition approach was used to find the material with the optimum electron affinity, doping density and chemical stability. The best results were obtained with amorphous Ga2O3 as the buffer layer material, whose electron affinity was found to be comparable to the one of CIGSe. However, interfacial acceptor states were found to be present at the interface between CIGSe and Ga2O3 and the n-type doping density of the Ga2O3 layer was not sufficient to compensate these. First experiments indicate how to further increase the doping densities to above 1e+19 cm-3 to sufficiently compensate the interfacial acceptor states. Further, it is shown how to apply compositional gradients of S and Ga within the superstrate configuration, how the ZnO annealing increases the light yield and the oxide/metal highly reflective back contact allows a CIGSe thickness reduction down to 800 nm without efficiency losses. Currently a stable efficiency of 11% is achieved without the need of light- or voltage soaking. This makes the superstrate configuration interesting again and it is shown how combinatorial material explorations in combination with the above mentioned progress will allow higher efficiencies in the future."


TOP20 Publikation auf der EUPVSEC 2015 (September 2015)

PVcomB-Beitrag in die TOP20 der 31. EU PVSEC gewählt / Publikation in "Progress in Photovoltaics"

Eine gemeinsame Publikation des PVcomB und des Instituts für Silizium-Photovoltaik hat es aus mehr als 1.300 Einreichungen in die Top 20 der Konferenz geschafft. Der Beitrag von Dr. Onno Gabriel und Co-Autoren mit dem Titel „Crystalline Silicon on Glass: Interface Passivation and Its Impact on the Absorber Material Quality“ wird damit zusammen mit den anderen Top 20-Beiträgen in der Konferenz-Sonderausgabe der renommierten Fachzeitschrift „Progress in Photovoltaics“ erscheinen. Die Sonderausgabe wird ein Jahr im freien Download verfügbar sein, eine Besonderheit für die ansonsten nicht 'open access' publizierende Zeitschrift.

Gabriel und seine Kollegen untersuchen den Einfluss neuer, industrieller Prozesse, um sehr dünne kristalline Siliziumschichten direkt auf Glas herzustellen. Diese Herstellungsmethode wird am HZB seit einigen Jahren entwickelt und verspricht hohe Material- und Energieeinsparungen. Der am HZB gemessene Wirkungsgrad von 12.1% stellt die derzeitige Weltbestmarke für diese Solarzellentechnologie dar.

"Crystalline Silicon on Glass: Interface passivation and its impact on the absorber material"

O. Gabriel1, T. Frijnts1, N. Preissler1, D. Amkreutz2, S. Calnan1, S. Ring1, B. Stannowski1, B. Rech2 & R. Schlatmann1,

1 PVcomB / Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH, Berlin, Germany
2 Institute for Silicon Photovoltaics / Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH, Berlin, Germany

Abstract
"Thin crystalline silicon solar cells prepared directly on glass substrates by means of liquid-phase crystallization of the absorber utilize only a small fraction of the silicon material used by standard wafer-based silicon solar cells. The material consists of large crystal grains of up to square centimeter area and results in solar cells with open circuit voltages of 650 mV, which is comparable to results achieved with multi-crystalline silicon wafers. We give a brief status update and present new results on the electronic interface and bulk properties. The interrelation between surface passivation and additional hydrogen plasma passivation is investigated for p- and n-type absorbers with different doping concentrations. Internal quantum efficiency measurements from both sides on bifacial solar cells are used to extract the bulk diffusion length and surface recombination velocity. Finally, we compare various types of solar cell devices based on 10 µm thin crystalline silicon, where conversion efficiencies of 11 – 12 % were achieved with p- and n-type liquid-phase crystallized absorbers on glass."


Bild. A. Kubatzki/HZB

Meet the PV Experts! (September 2015)

Vom 14. bis 18. September 2015 finden Sie unsere PV Experten auf der 31. EU PVSEC in Hamburg im CCH Congress Center.


Das PVcomB präsentiert dabei neueste wissenschaftliche Ergebnisse aus unseren drei Kernthemen: (1) Dünnschicht-Silizium Solarzellen, (2) Wafer-basierte HIT Solarzellen-Technologie und (3) CIGS Solarzellen-Entwicklung. Außerdem stehen wir Ihnen natürlich zusammen mit Vertretern aus den anderen Instituten der HZB-Energieforschung auf dem Gemeinschaftsstand (B8, Halle 4) des Berlin-Brandenburg Energy Network e.V. sehr gerne zu einem Gespräch zur Verfügung.

Im Rahmen der Konferenz werden unter anderem folgende Arbeiten präsentiert:

Download des Poster-Booklets (18 MB) mit allen HZB-Posterbeiträgen.

Vorträge:

3BO.6.4
O. Gabriel, T. Frijnts, D. Amkreutz, S. Ring, S. Calnan, B. Stannowski, B. Rech & R. Schlatmann,
"Crystalline Silicon on Glass: Interface passivation and its impact on the absorber material quality"

3AO.6.4
H. Stange, S. Brunken, H. Hempel, H. Rodríguez-Alvarez, N. Schäfer, D. Greiner, A. Scheu, J. Lauche, C.A. Kaufmann, T. Unold, D. Abou-Ras & R. Mainz,
"
Effect of Na-Presence during CuInSe2 Growth on Stacking Fault Density and Electronic Properties"

3CO.6.6
W. Calvet, B. Ümsür, A. Steigert, I. Lauermann, B. Chacko, V. Parvan, T. Olar, K. Prietzel, H. Allaf Navirian, S. Brunken, C.A. Kaufmann, D. Greiner, T. Unold & M.C. Lux-Steiner,
"Comparison of Surface Composition, Electronic Properties, and Solar Cell Performance of UHV-Transferred and Air Exposed CIGSe Thin Film Solar Cell Absorbers"

Poster:

2AV.2.36
S. Ring, L. Mazzarella, P. Sonntag, S. Kirner, C. Schultz, U. Schmeißer, J. Haschke, L. Korte, B. Stannowski, B. Stegemann, R. Schlatmann,
"Emitter patterning for IBC-SHJ cells using laser hard mask writing and self-aligning"

3DV.1.23
C. Wolf, H. Rodriguez-Alvarez, S. S. Schmidt, D. Greiner, H.-W. Schock, C. A. Kaufmann, R. Schlatmann,
"Modifying the sulfur gradient in sequentially processed CIGSe absorber under atmospheric pressure using elemental chalcogenides"

3DV.3.50
M.D. Heinemann, R. Mainz, H. Rodriguez-Alvarez, D. Greiner, C.A. Kaufmann, T. Unold,
"Process and quality control of Cu(In,Ga)Se2 co-evaporation via white light reflectrometry"

3DV.3.6
H.F. Myers, P.v.d. Heuvel, P. Diepens, S.S. Schmidt, C. Wolf, H. Rodriguez-Alvarez, C.A. Kaufmann, R. Schlatmann, S. Villain, A. Weber, S. Bodnar, C. Guillou and C. Broussillou
"Improvement of Elemental Vapor Distribution Systems in CIGS Sulfo-Selenization Furnaces"


Bild. A. Kubatzki/HZB

CIGS-Solarzellen Workshop gibt Grund zu Optimismus: höhere Effizienz, vereinfachte Produktion (Mai 2015)

Über 90 Expertinnen und Experten aus Forschung und Industrie aus Europa, Asien und den USA tauschten sich über die neuesten Entwicklungen zu CIGS-Dünnschichtsolarzellen aus. Dabei berichteten sie über konkrete Ergebnisse und Erfolge: von neuen Rekordmodulen und vereinfachten Verfahren in der industriellen Herstellung bis zu einem vertieften wissenschaftlichen Verständnis der besten CIGS-Solarzellen. Der Workshop „IW-CIGSTech 6“ wurde vom PVcomB am HZB in Berlin-Adlershof organisiert und fand letzte Woche vom 29. zum 30. April zum inzwischen sechsten Mal statt.

CIGS-Dünnschichtsolarzellen bestehen aus den Elementen Kupfer, Indium, Gallium und Selen und sind die leistungsstärksten Dünnschicht-Solarzellen. Sie werden auch am PVcomB mit Industriepartnern gemeinsam weiterentwickelt. „Allein im letzten Jahr gab es bemerkenswerte Fortschritte in der CIGS-Technologie“, sagt Prof. Dr. Rutger Schlatmann, der das PVcomB leitet. Die Expertinnen und Experten berichteten auf dem Workshop über konkrete Ergebnisse und Erfolge in mehreren Bereichen:

  • Der Weltrekord für CIGS-Zellen wurde auf knapp 22 % gesteigert und könnte nach neuesten Erkenntnissen in den nächsten Jahren bis auf 25 % steigen.
  • Modul-Wirkungsgrade aus der Produktion liegen deutlich oberhalb von 16%.
  • Die Produktion von CIGS-Solarzellen wurde in Deutschland wieder aufgenommen und wird weltweit ausgebaut.

Sehr vielversprechend waren auch neue Ergebnisse aus dem Bereich der Nassprozessierung, zur Prozesskontrolle und zur Produktentwicklung. So sind mit CIGS-Technologien auch sehr spezielle Anwendungen möglich, zum Beispiel für sehr große Solaranlagen mit sehr geringen Stromgestehungskosten, aber auch besondere Designs mit biegsamen Modulen oder ästhetisch anspruchsvollen Lösungen. „Der Workshop zeigt, dass es eine leistungsstarke CIGS-Gemeinschaft gibt, in der Expertinnen und Experten aus den Materialwissenschaften eng mit der Industrieforschung zusammenarbeiten. Viele berichten nun über größere Fortschritte und wir sehen große Wachstumschancen für die CIGS-Solarzellentechnik“, fasst Schlatmann seinen Eindruck zusammen.


"PECDEMO" setzt 8% Wirkungsgrad bei solarer Wasserstoff- produktion als Ziel (April 2014)

In nur drei Jahren wollen die Forschungspartner des EU-Projekts PECDEMO ein praxistaugliches System entwickeln, das mehr als acht Prozent der Sonnenergie in Wasserstoff umwandelt. Das könnte den Durchbruch für die praktische Anwendung bedeuten. Roel van de Krol, der am HZB das Institut für Solare Brennstoffe leitet, koordiniert das internationale Forschungsprojekt, bei dem auch das PVcomB Partner ist.

Im April geht es los. Drei Jahre haben die Forschungspartner Zeit, um das selbstgesteckte Ziel zu erreichen. Und das ist ehrgeizig und konkret: Zusammen wollen sie ein Materialsystem entwickeln, das acht Prozent der eingestrahlten Solarenergie in Wasserstoff umwandelt. Dieses Materialsystem soll darüber hinaus bereits eine Fläche von 50 Quadratzentimetern besitzen und mehr als tausend Stunden lang stabil bleiben.

„Natürlich ist es riskant, so ein konkretes Ziel explizit zu formulieren“, sagt Prof. Dr. Roel van de Krol, der das große EU-Projekt koordiniert. „Aber durch den rasanten Fortschritt in den letzten fünf Jahren sind wir zuversichtlich, dass wir das schaffen können. Mit der großen Fläche zeigen wir, dass solche Systeme nicht nur im Labor funktionieren, sondern sich auch hochskalieren lassen, so dass sie für echte Anwendungen interessant werden.“ Für kleinere Flächen haben sich die Partner sogar vorgenommen, die Effizienz sogar auf zehn Prozent zu steigern.

Für PECDEMO hat van de Krol renommierte Partner mit ins Boot geholt: PVcomB und DLR, die Gruppe um Michael Graetzel von der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne, Schweiz, das Israel Institute of Technology in Haifa, Israel sowie die Universität Portugal. Die Industriepartner sind EVONIK Industries und Solaronix SA. Insgesamt wird PECDEMO in den drei Jahren Laufzeit mit 1,83 Mio. Euro gefördert, das HZB erhält davon rund 440.000 Euro.


Spektakuläre Einbringung einer inline-RTP-Anlage für die CIGS Baseline (Juli 2013)

Industrienahe Anlage zur Herstellung von Dünnschichtsolarmodulen aus Kupfer-Indium-Gallium-Sulfid/Selenid am PVcomB komplett

Der letzte, dem Kompetenzzentrum für Photovoltaik Berlin (PVcomB) noch fehlende Prozessofen musste mithilfe eines Krans durch ein Fenster im zweiten Stock gehievt werden. Dies gelang am Morgen des 9. Juli. Nun können in einem Prozess, der mit Industrieabläufen vergleichbar ist, CIGS-Dünnschichtsolarmodule in einer Größe von 30 mal 30 Quadratzentimeter hergestellt werden.

Frühaufsteher aus den benachbarten Büros mögen sich gewundert haben, als um 7 Uhr an diesem 9. Juli eines der großen Fenster im 2. Stock der Schwarzschildstr. 3 komplett ausgebaut wurde. Es hatte aber alles seine Richtigkeit. Der Inhaber dieses Fensterlabors, das Kompetenzzentrum für Photovoltaik Berlin (PVcomB), hat seine lang ersehnte inline-RTP-Anlage bekommen. Der  Prozessofen, geliefert von Smit Ovens BV aus den Niederlanden, komplettiert nun die Produktionslinie zur Herstellung von Dünnschichtsolarmodulen aus Kupfer-Indium-Gallium-Sulfid/Selenid (CIGS) auf 30 x 30 cm². Damit können nun das schnelle Heizen und das gleichzeitige Aufbringen von Selen und Schwefel in einem einzigen vakuumfreien Schritt kombiniert werden. Die Prozesskette bei der Präparation der Solarmodule reduziert sich dadurch deutlich. Ein schnellerer und zugleich industrienaher  Vorgang wird möglich, der zugleich Module mit einer verbesserten Solareffizienz herstellen lässt.

Die Anlage ist mit einem Transportmaß von 4,80 m x 2,30m x 1,60 m zu groß für Aufzug und Treppenhaus. Nur durch das Fenster konnte sie in den letzten freien Laborplatz am PVcomB eingebracht werden. Das Wetter für so eine Aktion war optimal und alles war perfekt vorbereitet. Sofort nach Ausbau des Fensterrahmens begannen die Spezialisten von Triton Transport mit dem Entladen der Maschine. 5,6 Tonnen mussten dabei bewegt werden. Der Koloss passte zentimetergenau durch die Öffnung und wurde während des Einschiebens zugleich eingedreht. Eine Arbeit, die mehrere Stunden dauerte und echte Maßarbeit ist.

Zirka 12 Stunden später ist die Anlage exakt positioniert, die Fenster sind wieder montiert und die Arbeiten konnten wie geplant erfolgreich abgeschlossen werden.
In den folgenden Tagen werden die zahlreichen Medien angeschlossen und die Anlage in Betrieb genommen. Unter anderem ist eine unterbrechungsfreie Versorgung mit technischem Stickstoff notwendig, die die Maschine auch bei Ausfall der Stickstoff-Hausleitung kontrolliert abkühlen lässt. Schon nach zirka drei Wochen soll die Anlage abgenommen sein. Dann hat das PVcomB exzellente Voraussetzungen für die Entwicklung von hocheffizienten CIGS -Solarmodulen. Die Anlage für die Silizium-Produktion ist bereits vor einem Jahr erfolgreich komplettiert worden.


Masdar PV and Helmholtz-Zentrum Berlin partner to accelerate development of next generation thin film crystalline silicon PV technology (June2013)

MASDAR PV and PVcomB/HELMHOLTZ-ZENTRUM Berlin have strengthened their R&D partnership, focusing resources on development of next generation thin film Si technology. After successful cooperation in the development of Masdar PV´s first and second generation thin film silicon based solar cells, Masdar and HZB/PVcomB are now moving ahead to accelerate deployment of a new generation of thin film crystalline silicon based PV.

HZB has achieved the first milestone on this technology roadmap by succeeding in depositing a thin, crystalline 10μm layer of silicon on glass utilizing laser-crystallization. “Thin film crystalline silicon based PV can achieve high efficiency with low material cost”, explains Prof Bernd Rech. “Thus, it combines the advantages of incumbent, wafer-based crystalline silicon PV and thin film Si technology. Moreover, thin film crystalline silicon uses only abundantly available materials. We are confident to reach efficiencies comparable to wafer based crystalline silicon technology. On a long-term basis we are aiming for 20 % and beyond with thin film Si technology.”

Recent developments at HZB on crystalline thin film Si solar cells have triggered the interest of MASDAR PV to invest in related R&D. HZB researchers demonstrated a world record value for the open-circuit voltage of 582 mV for c-Si on glass. This break-through result, the excellent material properties of thin film crystalline silicon created by Liquid Phase Crystallization as well as promising processability of the material initiated the shift in R&D focus now announced by Masdar PV and HZB / PVcomB. “We expect that thin film crystalline silicon solar cells can achieve 14% efficiency cells in the short to mid-term”, says Prof. Rutger Schlatmann, leader of the technology transfer unit PVcomB at the HZB, “and we are confident that rapid technological progress is possible in this field”.

Masdar PV is aiming to transfer this technology into its existing production facilities and therefore deliver this new technology on modules up to full size (5.7m²).

“Investing in the R&D of this next generation technology of thin film silicon on glass to produce PV panels could enable us to better compete with existing crystalline PV producers who rely on economies of scale rather than significant technology improvements”, says Masdar PV’s MD Tushita Ranchan.

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Solar modules at PVcomB are on world-record level (May 2013)

At PVcomB we succeeded to push the conversion efficiency of a-Si/µc-Si tandem solar cells towards world-record level: With a 1 cm² solar cell a stabilized efficiency of 12.1 % was reached, and for a 10 x 10 cm² lab module the same process yielded a stabilized aperture-area efficiency of 11.6 %, both after 1000h of light soaking at 50°C and 1 sun. 

These results were obtained after carefully optimizing the PECVD deposition processes of the intrinsic silicon and the doped silicon-oxide based layers. As front TCO highly transparent thermally-annealed sputtered ZnO:Al was used. A textured AR foil from Solarexcel (DSM) was applied on the front glass.

Modules with 30 x 30 cm² currently exhibiting an efficiency of 11.7 % (initial) and 10 % (stable).


PVcomB boosts CIGS development by investing in new generation active selenization system (January 2013)

The Competence Centre Thin-Film- and Nanotechnology for Photovoltaics Berlin, PVcomB, ordered active selenization system from Smit Ovens BV. The R&D system ordered offers the same concept as mass production systems and actively support selenium and sulfur transport to the substrates during the RTP process. This will accelerate development of highly efficient CIGS technology at PVcomB.

Smit Ovens’s newly developed active selenization systems get recognized by PVcomB. PVcomB offering process services throughout the CIS and CIGS industry. The investment will accelerate their development roadmap to high efficient cells.
“Experiments show that vapor phase reactors allow new pathways into highly efficient CIGS cell development.” States Dr. Niklas Papathanasiou, manager CIGS development at PVcomB. “The active reactor design is the industrialized solution for our experiments”. After careful market evaluation PVcomB decided to contract Smit Ovens for the supply of a flexible R&D system capable of running 300x300mm substrates. The system’s active reactor design is state of the art thermal technology and offers a high level of repeatability and controllability needed in reliable mass production environment.
“The design of this R&D system is identical to the large area & high throughput systems” States Wiro Zijlmans, CEO at Smit Ovens BV. ”This allows for a fast and reliable scale up to mass production on the basis of processes developed by PVcomB."


PVcomB —  geht mit 30x30 cm Dünnschicht-Pilotlinien in den Vollbetrieb (Juni 2012)

Das Berliner Kompetenzzentrum für Photovoltaik am Helmholtz Zentrum Berlin hat den Vollbetrieb für seine beiden 30x30 cm Silizium- und CIGS Dünnschicht-Pilotlinien aufgenommen.

PVcomB nimmt Sputter-Anlagen von Leybold Optics in Betrieb (Juni 2012)

Berliner Kompetenzzentrum für Photovoltaik startet Vollbetrieb auf kleinen Modulen. Das Kompetenzzentrum Dünnschicht- und Nanotechnologie für Photovoltaik Berlin (PVcomB) - eine Initiative des Helmholtz-Zentrum für Materialien und Energie GmbH und der Technischen Universität Berlin, - nahm gemeinsam mit Leybold Optics GmbH, Deutschland, zwei Anlagen zur Herstellung von Dünnschicht-Solarmodulen in Betrieb.

Mit diesen Inline-Sputter-Anlagen ergänzt das PVcomB die letzten Lücken in seinen beiden Forschungslinien für Silizium- und CIGS Dünnschicht-Solarmodule und beginnt nun den vollen Betrieb mit Modulgrößen von 30 mal 30 Zentimetern. „Die Dünnschicht-Technologie wird im Labor immer weiter entwickelt, sie muss schnellstmöglich industriell umgesetzt werden können“, fasst Dr. Rutger Schlatmann, Leiter des PVcomB, die Mission des Kompetenzzentrums zusammen. An zwei industrienahen Forschungslinien arbeiten Wissenschaftler und Techniker, um Fragestellungen aus der industriellen Fertigung zu lösen. Gleichzeitig werden Alternativen aus der Grundlagenforschung weiterentwickelt und in jedem Prozess- und Analyseschritt getestet.

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Erste CIGS Solarzellen am PVcomB  (Dezember 2011)

Am PVcomB wurden Ende 2011 erfolgreich die ersten CIGS-Solarzellen hergestellt und vermessen. Diese ersten Zellen sind ein wichtiger Schritt für die Mitte 2012 geplante Fertigstellung der CIGS-Forschungslinie. Die Herstellung der 30 x 30 cm2 CIGS-Module in der Linie erfolgt nach dem sequentiellen Verfahren, welches momentan die höchste industrielle Produktionskapazität aufweist. Alternative Depositionstechniken wie Co-Verdampfung werden gemeinsam mit Forschern des HZB untersucht und entwickelt.

Die Herzstücke der CIGS-Linie sind die Selen-Beschichtungsanlage, in der die metallischen Verläuferschichten mit einer Selenschicht bedeckt werden und der RTP (Rapid Thermal Processing / schnelle thermische Bearbeitung) Ofen, in welchem die Vorläuferschichten in den Chalkopyrit-Absorber umgewandelt werden. Diese Prozesse und Anlagen wurden gemeinsam mit dem Anlagen-Hersteller centrotherm photovoltaics entwickelt und umgesetzt (Pressemitteilung zur Kooperation mit Centrotherm).

Die gesamte Baseline wird im Rahmen des BMBF Programms „Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern (SFNL)" aufgebaut und wird Mitte 2012 die vollständige Produktion von CIGS-Modulen am PVcomB ermöglichen. Die ersten Zellen sind noch eine gemeinsame Aktivität von centrotherm photovoltaics und Forschern des HZB und PVcomB in Wannsee bzw Adlershof. Die Zellen zeigten einen Wirkungsgrad von knapp 9% und werden kontinuierlich optimiert.

Helmholtz Zentrum Berlin / PVcomB setzt auf Leybold Optics-Technologie -Auftrag für Inline-Sputter-Tools am PVcomB erteilt (September 2011)

Das Helmholtz Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH (HZB) / PVcomB erteilte nach einer europaweiten Ausschreibung Ende Mai 2011 den Auftrag an Leybold Optics GmbH, Deutschland, zwei Beschichtungsanlagen vom Typ A600V7 an das Kompetenzzentrum Dünnschicht- und Nanotechnologie für Photovoltaik Berlin (PVcomB) zu liefern.

Der Erfolg von Dünnschichttechnologie in der Photovoltaik ist sehr stark davon abhängig, wie schnell relevante Labor-Entwicklungen in eine effiziente industrielle Produktion überführt  werden. Die bestellten Anlagen des weltweit anerkannten Dünnschichtspezialisten Leybold Optics sind wichtige Bestandteile der beiden Forschungslinien für Dünnschicht-Silizium und CIGS, die PVcomB derzeit in Berlin einrichtet.

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Neues Verbundvorhaben am PVcomB: Steigerung der Produktionsleistung der Silizium-basierten Dünnschichtmodulfertigung durch verbesserte Moduleffizienz bei hohen Abscheideraten (SiliziumDS12plus) (August 2011)

Ziel des Verbundvorhabens ist es, die Prozess- und Anlagentechnologie zur Abscheidung von großflächigen Silizium Dünnschicht PV Modulen zu verbessern. Der Modulwirkungsgrad in der Produktion soll von derzeit 8 - 9 % auf 11 % gesteigert werden, ohne dabei Durchsatzeinbußen hinnehmen zu müssen. Es ist das Ziel, μc-Si mit einer Rate von 1 nm/s, verdoppelt gegenüber dem jetzigen Stand, abzuscheiden. Hierfür muss insbesondere die Prozesstechnologie der Plasma-unterstützten Gasphasenabscheidung (plasma-enhanced chemical vapor deposition, PECVD) in Anlage und Prozess weiterentwickelt werden.

Die Aufgabe des PVcomB wird es sein, die Plasmachemie des hochraten µc-Si PECVD Prozesses zu untersuchen. Dabei kommt  u. a. ein in-situ SEERS Sensor der Firma Plasmetrex GmbH zum Einsatz. Des weiteren werden µc-SiOx Schichten optimiert für den Einsatz in a-Si/µc-Si Tandem Zellen und a-Si/µc-Si/µc-Si(Ge) Triple Zellen, die bei dem Projektpartner Next Energy entwickelt werden. Die Skalierung der Projektergebnisse auf 1.4 m2 Modulfläche und Implementierung in der Produktion wird bei Inventux durchgeführt.

Das Projekt wird im Rahmen der "Innovationsallianz Photovoltaik" gefördert.

Neues Verbundprojekt am PVcomB: Industrielle RoHS-konforme Puffer für sequenzielle CIGS-Absorber (NeuMaS) (Juli 2011)

Ziel des Verbundprojekts ist es, einen skalierbaren und inline-fähigen Prozess für eine Cd-freie Pufferschicht zu entwickeln und diese für unterschiedliche industriell gefertigte CIG(S)Se Absorber aus der sequenziellen Route zu qualifizieren.  Kandidaten für den Pufferprozess sind die chemische Badabscheidung (CBD), die Ion Layer Gas Reaction (ILGAR), Atomic Layer Deposition (ALD), thermische Verdampfung und Kathodenzerstäubung (PVD).

Projektpartner sind die Firmen Centrotherm und Bosch Solar Energy sowie die Hochschule Ulm.

Das Projekt wird im Rahmen der "Innovationsallianz Photovoltaik" gefördert.

Zweites Treffen der „Arbeitsgruppe Ausbildung“ 29.6. (Juni 2011)

Die konstituierende Sitzung fand am 12. Januar am PVcomB statt, der nächste Termin ist der 29.6.2011. Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, senden Sie uns bitte eine E-Mail.

Ziel der Arbeitsgruppe ist die Erstellung einer umfassenden und aktuellen Übersicht vorhandener Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Solar. Weiterhin wollen wir eine gemeinsame Außendarstellung des Berliner Ausbildungsangebots umsetzen. Außerdem könnten weitere, möglicherweise Instituts-übergreifende Lehrgänge entwickelt werden, oder auch Angebote für Schulen und Schüler erstellt werden. Die Treffen der Arbeitsgruppe sollen im regelmäßigen Turnus reihum bei den einzelnen Mitgliedern stattfinden.

Die Arbeitsgruppe richtet sich an alle relevanten Akteure im Bereich der Ausbildung rund um das Thema Solar, zum Beispiel Studenten und Dozenten der Universitäten und Hochschulen, Fachkräfte und Firmenvertreter, Institutionen wie die Technologiestiftung Berlin, Berlin Partner oder GTAI, die Lernfabrik oder Dienstleister wie Renac oder Solarpraxis.

Mehr zur "Arbeitsgruppe Ausbildung".

PVcomB auf der intersolar - Halle.Stand B2.360 (Juni 2011)

Auf dem Firmengemeinschaftsstand Solarregion Berlin-Brandenburg, der von der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg betreut wird, präsentieren sich die Unternehmen AkoTec Produktionsgesellschaft mbH (Produktion von Kollektoren), Dachland GmbH (Photovoltaik), FUSS EMV (EMV-Entstörung), PVcomB (Kompetenzzentrum Dünnschicht und Nanotechnologie für Photovoltaik), Solarcity Frankfurt (Oder) (Zentrum der Solarindustrie in Berlin-Brandenburg), WISTA MANAGEMENT GMBH (Technologiepark), Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf (Projektentwickler), Solarregion Berlin-Brandenburg (Solarverein), Code business communication and development ("SND Solarenergie-Park" in Suzhou, China).

Besuchen Sie uns: Halle.Stand B2.360

Dritte "Photovoltaics Thin-Film Week"  mit vielen Teilnehmern und sehr positiver Resonanz (April 2011)

Die „3rd Photovoltaics Thin-Film Week“ hat mit rund 600 Teilnehmern ihre Position als weltgrößte Dünnschicht-Veranstaltung weiter gestärkt. Veranstaltungsort war vom 11.- 15. April Berlin-Adlershof.

Zusätzlich zum „Thin-Film Industry Forum“ und dem „2nd International Workshop on CIGS Solar Cell Technology“ fanden in diesem Jahr die „Solar meets Glass – 2nd Industry Forum for Quality, Logistics and Materials“ und die „VDMA Jahrestagung für Photovoltaik-Produktionsmittel“ in Adlershof statt. Die Veranstalter der Photovoltaics Thin-Film Week,  die Solarpraxis AG und das PVcomB, haben die Woche dieses Jahr ausgebaut und die Messe Düsseldorf GmbH und den VDMA (Verband Deutscher Maschinen – und Anlagenbau) in das Konzept integriert. Es entstand eine einmalige Bündelung von thematisch aufeinander abgestimmten Konferenzen, die auf hohe Resonanz stieß

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centrotherm photovoltaics schließt Kooperationsvertrag im Bereich Dünnschicht mit der renommierten Berliner Forschungseinrichtung PVcomB (April 2011)

Die centrotherm photovoltaics AG, weltweit führender Technologie- und Equipmentanbieter der Photovoltaik-Branche, hat mit dem PVcomB einen Kooperationsvertrag im Geschäftsbereich Dünnschichtmodul unterzeichnet. Mit dem PVcomB als Industriepartner soll die Prozesstechnologie zur Herstellung von Dünnschichtmodulen weiter entwickelt werden.

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Leuchttürme der Photovoltaik in Berlin Adlershof - Einweihung des PVcomB (März 2011)

Am Mittwoch, den 30. März 2011 wurde das PVcomB im Beisein von BMBF-Staatssekretär Dr. Georg Schütte, des Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Jürgen Mlynek, des Berliner Wissenschaftssenators, Prof. Dr. Jürgen Zöllner sowie des Präsidenten der Technischen Universität Berlin, Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach und vieler Vertreter der Solarwirtschaft und -wissenschaft offiziell eingeweiht.

Gemeinsam mit der Eröffnung des PVcomB hat die Wista Management GmbH mit einem symbolischen Spatenstich den Baubeginn des neuen Zentrums für Photovoltaik (ZPV) eingeleitet. In unmittelbarer Nähe zum PVcomB wird das ZPV ab 2013 insgesamt 8.000 Quadratmeter an Produktions-, Labor- und Büroflächen für kleinere und mittlere Firmen der Cleantech-Branche zur Verfügung stellen.

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Die Vorbereitungen laufen zur dritten "Photovoltaics Thin-Film Week" mit "2nd International Workshop on CIGS Solar Cell Technology"

Auch 2011 findet wieder die Photovoltaics Thin-Film Week statt, zum dritten Mal gemeinsam veranstaltet vom PVcomB und Solarpraxis. Im Rahmen der Thin-film Week finden drei Veranstaltungen statt:

Details finden Sie auf der Webseite zur Photovoltaics Thin-Film Week.

Gründung der „Arbeitsgruppe Ausbildung“ (Januar 2011)

Die konstituierende Sitzung fand am 12. Januar am PVcomB statt. Ziel der Arbeitsgruppe ist die Erstellung einer umfassenden und aktuellen Übersicht vorhandener Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Solar. Weiterhin wollen wir eine gemeinsame Außendarstellung des Berliner Ausbildungsangebots umsetzen. Außerdem könnten weitere, möglicherweise Instituts-übergreifende Lehrgänge entwickelt werden, oder auch Angebote für Schulen und Schüler erstellt werden. Die Treffen der Arbeitsgruppe sollen im regelmäßigen Turnus reihum bei den einzelnen Mitgliedern stattfinden.

Die Arbeitsgruppe richtet sich an alle relevanten Akteure im Bereich der Ausbildung rund um das Thema Solar, zum Beispiel Studenten und Dozenten der Universitäten und Hochschulen, Fachkräfte und Firmenvertreter, Institutionen wie die Technologiestiftung Berlin, Berlin Partner oder GTAI, die Lernfabrik oder Dienstleister wie Renac oder Solarpraxis.Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme an dieser AG haben, senden Sie uns bitte eine E-Mail.

PVcomB produziert erste Schichten (November 2010)

Die Arbeiten am PVcomB gehen in die heiße Phase: Am 15.11. erfolgte die erste eigene Beschichtung von 30 x 30 cm² Glassubstraten mit Dünnschicht Silizium. Die Deposition erfolgte an einer Beschichtungsanlage der Firma Applied Materials, die am PVcomB aufgebaut wird.

Super-Sonne leuchtet am PVcomB (Juli 2010)

Der qualitativ beste Sonnensimulator des HZB leuchtet seit Juli 2010 am PVcomB. Der "Super Solar Simulator" der Firma Wacom liefert mit seinen Xenon- und Halogen-Lampen Licht, das dem Spektrum der Sonne sehr nahe kommt. Mit diesem Licht wird die Leistung einer Solarzelle unter standardisierten Bedingungen bestimmt. ...mehr

Trotz Vulkan Eyjafjallajökull ein Erfolg: 1st International Workshop on CIGS Solar Cell Technology (April 2010)

Vom 19. bis 21. April fand der 1st International Workshop on CIGS Solar Cell Technology in Berlin statt. Referenten aus Forschung und Industrie präsentierten die neuesten Erkenntnisse und Entwicklungen im Bereich der chalkopyritbasierten Solarzellen (Kupfer-Indium-Gallium-Sulfid/Selenid - CIGS). Leider konnten einige internationale Experten aufgrund der Aschewolke nicht teilnehmen. Der Workshop war eingebettet in die gemeinsam mit Solarpraxis veranstaltetete Photovoltaics Thin-Film Week.