Helmholtz Energy Materials Foundry (HEMF)

HZB baut Labore für die Synthese von Energie-Materialien auf und koordiniert die Helmholtz-weite Labor-Plattform HEMF

Forscherinnen und Forscher wollen neue Materialien für die zukünftige Energieversorgung entwickeln, die Strom effizient und umweltfreundlich erzeugen und speichern. Das ist eine enorme Herausforderung - und sie bedarf einer gemeinsamen Kraftanstrengung. 46 Millionen Euro investiert die Helmholtz-Gemeinschaft nun in den Aufbau einer großen Labor-Plattform für die Herstellung (Synthese) von Energie-Materialien. Diese Materialien sollen zum Gelingen der Energiewende beitragen.

HEMF Schaubild beteiligte Institutionen

Am Aufbau der „Helmholtz Energy Materials Foundry“ (kurz: HEMF) sind sechs Helmholtz-Zentren beteiligt. Das HZB koordiniert das Projekt und trägt einen wesentlichen Teil zum Aufbau der Helmholtz-weiten Labore bei.


Vakkum

Foto: F. Kochanski

Modernste Labore für die Materialsynthese am HZB-Campus Wannsee

Auf dem Campus Wannsee des HZB laufen die Planungen für ein neues Hightech-Labor: Gegenüber dem E-Gebäude wird ein HEMF-Labor für die Entwicklung und Synthese von neuartigen Energie-Materialien errichtet.

„Am HZB sind insbesondere Synthese-Labore geplant, in denen Perowskit-Dünnschichten, Nanopartikel mit katalytischer Wirkung und Dünnschichten für die Erzeugung von solaren Brennstoffen hergestellt werden können. Außerdem werden Einrichtungen für die Nanostrukturierung von Materialien aufgebaut“, sagt Roel van de Krol. Er ist Leiter des HZB-Instituts für „Solare Brennstoffe“ und für die Koordination des Helmholtz-Projektes HEMF verantwortlich. Für den Aufbau eines der modernsten Labore für die Materialsynthese konnte das HZB im April 2016 die renommierte Forscherin Catherine Dubourdieu gewinnen.

 

Mit Labor-Plattform werden die Helmholtz-Zentren zu gefragten Kooperationspartnern

Die beteiligten Helmholtz-Zentren bauen eine Reihe von Laboratorien auf, die sich sehr gut ergänzen werden. Der wissenschaftliche Fokus liegt dabei auf Materialsystemen, die Energie umwandeln oder speichern. Das sind zum Beispiel solare Brennstoffe, Solarzellen, Brennstoffzellen, Batteriesysteme sowie thermoelektrische und thermochemische Materialien. Ein übergreifendes Thema sind auch neuartige Katalysatoren, die bei der Energieumwandlung und -speicherung eingesetzt werden.

„Mit der HEMF-Plattform verstärkt die Helmholtz-Gemeinschaft ihre Kompetenzen in der Materialsynthese von Werkstoffen, die für die Energiewende unverzichtbar sind. Die Plattform wird zugleich neue attraktive Kooperationspartner anziehen, die die gleichen Forschungsziele verfolgen“, sagt Anke Kaysser-Pyzalla, wissenschaftliche Geschäftsführerin des HZB.

Labore für die internationale Nutzergemeinschaft und Industrie

Nicht nur die eigenen Forscherinnen und Forscher werden in den gemeinsamen HEMF-Laboren für Energie-Materialien arbeiten. Das Helmholtz-Zentrum Berlin und die anderen Helmholtz-Zentren öffnen die Labore auch für die internationale Nutzergemeinschaft. So werden die Labore Forschergruppen aus Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Industrie zur Verfügung stehen.

Beteiligte Helmholtz-Zentren

> HEMF Webseite