Untersuchung dünner Schichten

Die Neutronenreflektometrie setzt man ein, um dünne Schichten und Grenzflächen bis zu einer Tiefe von 150 nm zu untersuchen. Besonders geeignet ist dieses Verfahren zur Untersuchung von Materialien mit magnetischen Eigenschaften, etwa magnetoresistiver Schichten, wie sie in Magnetfeldsensoren und zukünftigen Computerspeichern eingesetzt werden können. Ein anderes Einsatzfeld sind organische Schichten, etwa Polymerschichten, die auf künstlichen Herzklappen die Abstoßungsreaktion verhindern oder Brillengläser vor dem Verkratzen schützen. In einem Schwerpunkt untersucht man am Helmholtz-Zentrum Berlin die Adsorptionseigenschaften von Lipiden an Grenzflächen zwischen Flüssigkeit und Festkörper. Die dabei entstehenden Doppelschichten dienen als Modell einer biologischen Membran, deren Verständnis eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung von Biosensoren und Liposomen spielt, wobei letztere medizinische Wirkstoffe im Körper gezielt an den Ort bringen könnten, an dem sie ihre Wirkung entfalten sollen.

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